6. Teil Kartoffelprojekt der Klassen 1B, 2B und 2C

Dienstag, 26. Juni 2018 (Primarstufe P2 c)

Heute Morgen machten wir uns zum sechsten und letzten Mal auf den Weg in den Schulgarten. Der Himmel zeigte sich bedeckt und die Temperaturen lagen bei knapp 20 Grad. Ausgerüstet mit einem Sack waren wir alle sehr gespannt, wie gross die Kartoffelernte ausfallen würde. Wir waren uns nicht sicher, da unsere Kartoffelpflanzen seit Ende März nur wenig gewachsen waren. Verglichen mit den Kartoffelpflanzen im Garten gegenüber unseres Schulgartens waren sie gar nur halb so gross.

Im Vorfeld habe ich die Kinder raten lassen, wie viele Kartoffeln sie nun gleich aus ihren Beeten ausbuddeln würden. Die Zahlen gingen von 9- 40 weit auseinander. Am Schluss sollte sich zeigen, dass wir insgesamt 348 Kartoffeln unterschiedlicher Grösse ernten konnte. Das bedeutet, dass im Durchschnitt jedes Kind 16.5 Kartoffeln ernten konnte. In Wirklichkeit waren die Unterschiede doch ziemlich gross. Was uns sehr erstaunt hat war, dass insgesamt nur zirka fünf Mutterknollen „vermantscht“ waren.  Die anderen waren alle in einem tadellosen und festem Zustand.

Das Umdrehen der Erde mit der Stechgabel war für einige Kinder eine Herausforderung. Sie sind zwar heftig auf der Stechgabel rumgeturnt, aber diese hat sich kaum in die Erde gebohrt. Das lag wohl hauptsächlich daran, dass sie alle Leichtgewichte sind. Julia Strunz und ich mussten die Kinder tatkräftig beim Umstechen der Erde unterstützen. Die Freude über den Etrag war gross, obwohl man bei optimalen Bedingungen pro Beet 30 bis 40 Kartoffeln ernten könnte. Julia Strunz war sich auch nicht sicher, woran das gelegen haben könnte. Lag es am unregelmässigen Giessen oder doch eventuell an der Erde.

Einige Kartoffeln war noch sehr, sehr klein und andere haben bereits eine stattliche Grösse erreicht. Einige hatten gar lustige Formen. Es war schön zu beobachten, wie die Kinder begeistert dabei waren und Freude hatten, was ihre Mutterknollen unterirdisch alles bewerkstelligt hatten.

Bereits am Mittag wurden alle Säcke mit der Kartoffelernte stolz mit nach Hause getragen.

Bei unseren Experimenten konnten wir Folgendes feststellen:

  • Im Topf mit Stroh und Hanfstreu konnten wir eine einzige Kartoffel ernten. Diese Pflanze war die einzige, welche im Klassenzimmer geblüht hat.

  • In den beiden Autoreifen konnten wir insgesamt 13 Kartoffeln ernten.

  • Bei der Kartoffelpflanze im Jutesack wuchsen doch 25 Kartoffeln, obwohl sich die Mutterknolle beim Umpflanzen beinahe vollständig aufgelöst hatte.

  • Bei der Pflanze, welche sich den Weg zum Licht suchen musste und bei den vier Kartoffelknollen (Ditta), die wir im Klassenzimmer in einen Plastikbehälter eingepflanzt hatten, konnten wir leider keine einzige Kartoffel ernten.

Darüber waren wir alle erstaunt und auch ein wenig enttäuscht.

Die Kinder fanden das Kartoffelprojekt faszinierend und waren voll dabei. Sie realisierten, dass man Arbeit und Zeit aufwenden muss, damit man am Ende durch leckere Kartoffeln belohnt wird.